Bundesfinale Oschersleben

            Bundesendlauf Oschersleben - ein Fiasko Mannschaft Westfalen

     Deutscher Vize-Meister in der Mannschaft

Mit großen Erwartungen sind wohl alle Teilnehmer zur Deutschen Meisterschaft nach Oschersleben angereist, aber das war einfach nur eine Veranstaltung, zum vergessen. Rennabruch, keine Chancengleichheit, schlechte Streckenposten, um nur einige Dinge aufzuzählen.

Die Anreise erfolgte am Samstag, wo es dann abends zur Fahrervorsellung und offiziellen Begrüßung in der Jockel-Klein-Halle im Arena-Hotel ging. Abgesehen von dem viel zu teurem Eintritt (€ 20,00) und dem dargebotenen Essen, verlief der Abend doch relativ nett und sollte man dem Moderator glauben, wird das am Sonntag ein TOP-Veranstaltung. Die Worte lagen klar bei Chancengleichheit, gleichen Reifen für die Dacia Logan, Diziplin und Einhaltung der Sonderregelungen und last not least sollte der Slalom fair für alle zugehen.

Marvin Schrage, Sören Koperwas, Maximillian Hellmich

 

Frisch gestärkt ging es dann am Sonntag morgen auf die Rennstrecke um diese erstmal zu inspizieren. Es war verdammt nebelig und kalt. Die Rennleitung beschloß den Start 1/2 Stunde nach hinten zu verlegen. In der Zwischenzeit wurde die Begrüßung vorgenommen und nochmals eindringlich auf die besonderen Regeln hingewiesen und ausdrücklich erwähnt, dass nur auf 2 Dacia Logan gestartet wird, so dass die Chancengleichheit gewährleistet wird. Dann war es soweit und der erste Starter ging zum Probelauf auf die Strecke. Und schon gab es die ersten Dreher, was viele auf die kalten Reifen schoben. Nach gut einer Stunde kam dann unser erster Fahrer aus Westfalen mit der Startnummer 12. Maximillian Hellmich ließ es gut angehen und in der Mitte des Parcours hatte er einen spektakulären Dreher der kurz vor der Boxenmauer endete. Maximillian Hellmich Das hatte wohl den Veranstalter das erste mal wachgerüttelt und man stellte fest, dass man mit falschen Reifen unterwegs war. Aber anstatt die Betroffenen den Lauf wiederholen zu lassen wurde nach und nach ein weiterer Dacia auf die Strecke geschickt. Im Schnitt wurde mit 3 Autos gefahren, da immer einer irgendwelche Probleme hatte. Zum anderen fuhren jetzt alle mit verschiedenen Reifenmischungen. Die Stimmung ging immer weiter Richtung Nullpunkt und der Zeitplan geriet immer mehr aus den Fugen, wodurch dann auf einmal in der Boxengasse mit 50Km/h anstatt 30Km/h gefahren werden durfte. Leider bekam man das alles nur dürftig mit, da der Streckensprecher kaum Informationen weiter gab.  Da die Starter ziemlich durcheinander an den Start gingen und keine Info kam, wer gerade auf dem Fahrzeug fuhr, erweiterte das ganze Chaos. Zudem waren die Streckenposten nicht konzentriert bei der Arbeit - blieb doch oft eine Pylone liegen und nur durch Zuschauer zu Rufe, wurden die Posten dann darauf aufmerksam. Es ist auch zu bezweifeln, ob die überhaupt wussten, wer da gerade fährt. Hat man sich mal im Umfeld umgehört, so standen die Worte Frust, alles nicht würdig für ein Bundesfinale, keine Chancengleichheit... auf dem Programm. Der eine hatte Glück mit der Fahrzeugwahl und Bereifung, der andere schaute dumm aus der Wäsche.

Sören Koperwas

 

Marvin Schrage und David Lux kamen mit Ihren Dacias ganz gut zurecht, obwohl auch hier beiden keine richtige Zufriedenheit anzusehen war. Mit Startnummer 72 ging Sören Koperwas an den Start und er kam gar nicht zu recht mit dem Dacia. Nach dem Lauf berichtete er, dass er beim beschleunigen und dosiertem Gas geben in den Hindernissen, dann durchdrehende Reifen hatte und der Dacia dann fast unfahrbar war, d.h. er schob noch mehr über die Vorderachse. Den Grund hatten wir schnell gefunden - abgefahrene Reifen und das bei den feuchten Wetterverhältnissen. Leider sind dabei auch 2 Pylonenfehler zu verzeichnen gewesen. Frustriert und verarscht, so fühlte sich Sören nach seinem Lauf. Aber das Schicksal hatte er mit vielen Teilnehmern zu ertragen. 

                 Rennabruch nach dem ersten Durchgang           

2. Platz Mannschaft Westfalen

Der erste Starter des 2. Durchganges war im Ziel und dann erfolgte ohne Angabe von Gründen der Rennabbruch. Auf nachfragen verschiedener Betreuer und Teilnehmer, wurde diesen entweder die Tür vom Veranstaltungsbüro vor der Nase zugemacht oder es gab Kommentare die nicht zu der Situation passten. Diese hatte man aber bereits seitens des Streckensprechers in ausreichender Menge während der Veranstaltung zu Ohren bekommen. Eifrig wurde an der Auswertung gearbeitet, da der Veranstalter unbedingt eine Siegerehrung durchführen wollte, um die Veranstaltung so abzuschließen. Dort wurden die Siegerlisten zudem noch 3x berichtigt, was das Chaos perfekt gemacht hat. Unter den Teilnehmern, Betreuern und Eltern wurden rege Diskussionen geführt, wie man das heute hier bewerten sollte. Denn Frust und Enttäuschung sah man den Teilnehmern an. Zudem wurden bereits vor Ort Protestschreiben an den ADAC München verfasst. Die meisten Teilnehmer plädieren darauf, das Bundesfinale im kommenden Jahr neu anzusetzen und dort dann die wirklichen Meister zu kühren. Man sollte sich mal vor Augen halten, dass die Jugendlichen ein ganzes Jahr TOP Leistungen in Ihren Regionalverbänden zeigen mussten, um sich überhaupt für dieses Event zu qualifizieren. Und dann solch eine Pleite zu erleben. Nicht nur das, denn es hat ja auch für alle viel Geld gekostet nach Oschersleben zu kommen. Hier sollte sich der ADAC mal richtig Gedanken machen, da sonst viele mit Sicherheit im kommenden Jahr auf diese Serie verzichten werden. Die Fahnen hängen auf Halbmast. Sollte der Lauf neu angestzt werden, so ist die Meinung vieler, sollten auch Fahrzeuge genommen werden, auf denen keine Verband fährt oder trainiert.

Zum Schluß ist die Mannschaft Westfalen 2. der Meisterschaft geworden und in der Klasse 1 gab es einen Doppelsieg von Tobias Rother und David Lux sowie einen 7. Platz von Marvin Schrage in der Klasse 2.

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